Musik kennt keine Grenzen

Postorchester Odense besucht Rendsburger Spielleute


Int. musikalischer Kulturaustausch einer besonderen Art vom 16.-18. September 2005
unterstützt von der Stadt Rendsburg, Pastorin Heiland und der "Sydslesvig Forening Rendsborg"

Vorab eine übersetzte Email, die ich am 22. September 2005 von Mona, der Vorsitzenden des Postorchester Odense, erhielt.

Liebes Musikkorps Rendsburg, liebe Christina,

Tausendmal danke für ein paar schöne Tage in Rendsburg. Es war ein großes Vergnügen euch zu besuchen.  Alles war gut vorbereitet und klappte, wie es sein sollte. Es war einfach schön, euren herrlichen Kindern zu begegnen. Wir wurden sehr damit überrascht, als sie am Freitag Abend erschienen um unser Gepäck zu tragen. Tausendmal danke dafür. Es war auch herrlich, den liebevollen und sozialen Umgang der Kinder und jungen Menschen untereinander und gegenüber anderen zu beobachten. Davon können viele junge Menschen lernen.

Eure Musik zu hören war auch ein Vergnügen - so jung, wie die Mitglieder sind und dann soviel aus dem Instrumenten zu holen - RICHTIG KLASSE. Wir wünschen uns sehr, euch in Odense zu wiederzusehen (evtl. wenn ihr nach Aalborg sollt) und wir kommen ein andernmal auch gerne wieder nach Rendsburg. Bestell Lisa von mir, dass sie beim nächsten mal gerne wieder meinen kleinen Trompetenkoffer tragen darf. Ich freue mich auf den Tag, an dem wir Gelegenheit haben wieder mit euch zusammenzusein.

Ein großer Dank geht an Saskia für die Übersetzung und für ihr herrliches Wesen. Zuletzt und nicht am wenigsten geht ein großer Dank an Christina für die viele Arbeit vor unserem Besuch und dass sie sich die Zeit genommen hat unseren Besuch zu arrangieren.

Ein großer Kuss an euch alle von uns allen. 
Mona


Im Midiclip (unser Vereinsjahr 2005) befindet sich u. a. auch eine Liveaufnahme vom Odense Postorchester 
 
 

Bilder vom Besuch des Postorchester Odense
Ankunft der Gäste am Freitag Abend 22 Uhr
 
Jette stellte Regeln für das OPO auf - wir bekamen nach dem Gepäckschleppen leckeren Kuchen und etwas zu trinken


Hansi spielte den Clown

Samstag, 17.09.2005 - 11 Uhr
Gemeinsamer Marsch durch das Zentrum und Wechselkonzerte auf Plätzen
  
Fußgängerzone "Hohe Straße" Rendsburg

  
Am Theater und am Pellihof vorbei zum

Wechselkonzert auf dem historischen Paradeplatz in Rendsburg
  
Geschichtliches: Links im linken - bzw. rechts im rechten Bild sieht man die alte Kommandantur: 
Dort wurde am 13. März 1808 der dänische König Christian VII (mittleres Bild) vom Schlag getroffen

  
Er wurde in der Christkirche beigesetzt und lag dort ein paar Jahre, bis er nach Dänemark überführt wurde. Die Kirche ist der Holmenkirke in Kopenhagen nachgebaut, in der fast alle dänischen Königspaare getraut wurden.

Pfiffige Publikumslieblinge

  
Der Rückweg wird angetreten


Im Hintergrund die alte Hauptwache
Dort saß Freiheitskämpfer Uwe Jens Lornsen in Festungshaft (1830-1832).
  
Lornsendenkmal am Paradeplatz Rendsburg

  
Wechselkonzert auf dem Altstädter Markt

Das "Alte Rathaus" -
erbaut im 16. Jahrhundert
Wieder mal kamen Gäste von uns in den Genuss, musikalisch gegen das Glockenspiel am Haus anzukämpfen *lach


Fußgängerzone in Rendsburg - Hohe Straße
 (im Hintergrund der Torbogen des alten Rathauses)

Konzert in der Aula der Herderschule Samstag 15 Uhr

Auftakt "Europahymne

  

  

  
Saskia und Jasmin bliesen eine völlig neue Fassung unseres Marching Saints.
Der Rest vom MKRD marschierte dann mit seiner alten Version auf dem Fuße ein.

Ein Hinweis: Da sich die meisten Kapellen bei eigenen Konzerten Leihmusiker dazuholen, möchten wir hier nur mal so am Rande bemerken, dass dies bei uns nicht der Fall ist. Auch diese beiden Talente sind - von wenigen Verbandsschulungen abgesehen - ausschließlich intern im MKRD ausgebildet worden. Unsere Mannschaft besteht ausschließlich aus intern ausgebildeten Menschen und das ist auch der Fall, wenn ein paar Mitglieder ausfallen wie bei diesem Termin, bei dem der Dirigent an die große Trommel musste und eine starke Trompete ans Dirigat.   

WIR SIND WIR - UND NICHT JEMAND ANDERES!
 
Das ist eines der Erfolgsrezepte; denn es macht die Mitglieder sozial, persönlich und musikalisch stark ;-) 



  
Der erste öffentliche Auftritt mit Instrumenten, an die einen Monat vorher noch keiner dachte :-)
Es war eine Schwitzpartie; aber wir zogen es gut durch!

  

  


Eure Mannschaft, passive Mitglieder und Familienangehörige haben etwas zu sagen.

  



  

  
Sorry, verzählt - es waren 1.400 dkr

  

  
  

Ein strammer Tag mit schönem Ausklang
gemütliches Beisammensein im Amtmandsgaarden Rendsburg

Die Gäste waren verblüfft, dass sie in RD unter Wandbildern des dänischen Königspaares zum "Hyg" - dänisch: gemütliches Beisammensein - konnten. Zur Stärkung hatten wir Grillschinken, Sauerkraut, Bratkartoffeln und Remouladen bestellt *hmmmmmmm* und dazu etwas Sprudel, Bier und Wein.
  


Die "Sydslesvig Forening" hatte den historischen "Amtmandsgaard" in der Torstraße Rendsburg bereitgestellt

und die Vorstandsmitglieder

Rejner Bogdan und Bodil Vogel

erzählten unseren Gästen von der dänischen Minderheit mit Kindergärten, Schulen u. m. in Schleswig Holstein.

"Tusind tak for det!"

Wie sollte es bei dänischgesinnten Menschen  anders sein? Zum dänischen "hyg" gehört gemeinsames Singen. Also lieferten Rejner und Bodil Gesangbücher mit dänischem Volksgut. Es war ein Schauspiel, unsere Mitglieder zu beobachten bei den Versuchen mitzusingen . Aber auch hier zeigte sich wieder deutlich: 
Sie sind für fast alles zu haben und sogar noch fröhlich, wenn es - wie hier - schwerfällt mitzuhalten! *lob lob* 

Noch erfrischender war es aber, Bodil und Rejner zu betrachten, die ALLES GABEN *grrrrrrr* 


Begleitet wurde der kräftige Gesang der rund 70 Personen von zwei Odenseern am Flügel 

  

Obgleich die Teilnahme am gemütlichen Beisammensein aufgrund der Altersunterschiede freigestellt war, kamen unsere Aktiven fast komplett - doch nicht etwa nur, um sich zu amüsieren. Nein, sie hübschten die Getränkeausgabe, ohne dass wir sie dazu aufforderten und zeigten sich während des Abends verantwortlich dafür.


Jugend, auf die man wirklich stolz sein kann.


Links im Bild sieht man Kurt. Er interessierte sich sehr für unseren Haufen und seine Arbeitsweise.

 
Dieter Petersen hatte vom Besuch gehört und bei uns angerufen um Hansi einen uralten, dänischen Postmantel zu überlassen.
In diesem Outfit überreichte Hansi dann das Erinnerungsgeschenk, einen Zinnteller, an unsere Gäste. Das vergnügliche Kommentar eines Dänen bei mir am Tisch lautete: 

"Han tränger til at faa en ny uniform!" - "Er braucht dringend eine neue Uniform!"  

Jette, Reiseorganisatorin des OPO, mit der ich im letzten halben Jahr intensiv kontaktet hatte, rief mich danach nach vorn 

und...

bedankte sich mit einem persönlichen Geschenk für meine Organisationsarbeit.


Mona hatte noch ein Geschenk für unseren Verein und natürlich ließen wir unsere Kleinsten sofort auspacken, es waren

für das Musikkorps Rendsburg

und ein Musiksymbol für mich

Königliches Porzellan mit dem Namen "Stolze Noten"
Porzellanserie einer prominenten Fernsehansagerin in DK.

Der Tag war anstrengend, also machten sich die Gäste früh auf den Heimweg, während wir aufräumten und den Raum zu hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden hatten. Gegen Mitternacht konnten auch wir den Heimweg antreten.

Sonntag, den 18.09.2005 um 11 Uhr
Konzert Postorchester Odense in der Seniorenwohnanlage "Neue Heimat" in Rendsburg

Hansi und ich fuhren gegen 10 Uhr, um unsere Gäste in der Deula abzuholen. Der Rest sammelte sich um 10:45 Uhr auf dem Parkplatz bei Lidl um dem Konzert beizuwohnen. In Empfang nahm uns Herr Brunner, der die Gäste mithilfe einer dänischsprechenden Seniorin auch herzlich begrüßte.

  
Die Senioren warteten schon auf uns und saßen z. T. trotz ziemlicher Kälte bei nur 3° im Innenhof. Es war erstaunlich, wieviele von ihnen beim einstündigen Konzert ausharrten und das Personal hatte eifrig damit zu tun, wärmere Kleidungsstücke nachzuliefern.

  

  
Es lohnte sich aber auch, der Unterhaltungsmusik zu lauschen; denn es handelte sich um professsionelle Musik, die im Innenhof wie in einem Konzertsaal klang.

  

 
Am Schluss gab es noch liebe Dankesworte von Herrn Brunner, die nun von Saskia übersetzt wurden. Als sie stockte, stellte man fest, dass eigentlich gar kein Dolmetscher nötig war, weil die Dänen deutsch verstanden. Das hätten wir eigentlich auch längst bemerken müssen; denn viele dänische Musiker sprachen deutsch mit unseren Kindern.


Nach dem Konzert luden uns die Gäste zum Mittagessen ein. Sie verpflegten sich selbst während des Besuches.

  
Es gab gesunde und leckere dänische Spezialitäten, Salate, Frucht, Milch, Säfte, Bier u. m.

  
Unsere Jungs liefen etliche Male um Nachschlag zu holen - das habe ich gesehen ;-)


Mona gesellte sich zu ihrer Trompetenkoffer-Trägerin "klein Lisa", die sich durch ihr Wesen zwischenzeitlich wohl in alle dänischen Herzen geschossen hatte.


Der nette ältere Herr links vorn im Bild war zufällig ein Campingnachbar vom Direkter der dänischen Schule, "Ejderskolen",  in Rendsburg. Leider begegneten die beiden sich nicht während der Tage; aber es zeigte uns wieder mal, wie klein die Welt ist.


Gut gesättigte Jungs :-D

Die Gäste begannen nach dem Essen langsam zu packen. Der eine oder andere hielt noch ein Mittagsstündchen. Da wollten wir nicht länger stören und beschlossen spontan, dass wir nun in aller Ruhe die Zeit für den eigenen Wahlgang nutzen könnten, und dazu nahmen wir uns vor, etwas Werbung für das um 16 Uhr anstehende Kirchenkonzert des Postorchesters zu machen, indem wir vor der St. Jürgen Kirche musizierten und mit Plakaten die Wahlgänger lockten, welche nebenan ihre Stimmen abgaben.

Um kurz nach 14 Uhr machten wir uns also von dannen und standen dann eine Stunde später in der Kälte um am Eingang der


St. Jürgen Kirche Rendsburg zu musizieren.


Es lohnte sich, denn mancher Passant ließ sich in die Kirche bewegen. Es gab sogar Frauen, die ihre Männer kurzerhand auf der Straße verabschiedeten um das kostenfreie Konzert genießen zu können.

   

Abgelöst wurden wir gegen 15:30 Uhr vom Tambourkorps des Postorchesters

  

 
Nun konnten wir wieder die Musik der Gäste genießen, was wir auch taten.Der Rest genoss die Musik (links im Bild ist Fally, die mittlerweile auch bei uns landete)

Typisch Spielleute :-D

Dann ging es endlich los
  
Es lohnte sich das Konzert zu hören. Wer behauptet, dass so ein Orchester nicht in eine Kirche passt - und das ist hier in RD leider so, der irrt sich gewaltig. Nicht nur optisch sondern vor allem auch musikalisch passten sie seeeeeeehr gut in die Kirche und passten sich auch musikalisch den Räumlichkeiten hervorragend an.  

 
Es war nur schade, dass die Kirche nicht voll wurde. Aber dennoch waren eine Reihe Senioren und sogar Eltern mit ganz kleinen Kindern gekommen. Die Musik ging so nahe, dass auch die kleinsten Kinder "hin und weg waren" und keinen Piep von sich gaben. Ich selbst bekam mehrfach eine Gänsehaut. Diesen Klang muss jeder Musikliebhaber mal gehört haben.

  
Aufgrund der Standing Ovation mit rhythmischen Applaus, der nicht stoppen wollte, musste noch eine Zugabe gegeben werden.

  
Pastorin Heiland bedankte sich für das Konzert und rief die Kirchenbesucher zu einer Spende für Kinderheime in Dänemark auf, weil das Postorchester Odense bei sich zu Hause in diesem Bereich aktiv ist. Das Geld wird nun bei einer Benefizveranstaltung des Orchesters im November an die sog. "Weihnachtsmarkensache" weitergeleitet, aus der sich Heime für problembeladene Kinder finanzieren.

Wir finden es toll, dass ein solches Orchester sich für diese Zwecke einsetzt, es streift ja auch unsere vereinsinterne Sozialarbeit.

   

  


Hier findet man demnächst Bilder vom Schützenumzug in Kappeln, unserem Besuch bei den Rathenower Optis u. a. Auftritte.

 

 

Gäste aus Dänemark - Geplant war.

Der zum Rendsburger Herbst geplante Besuch der Tirolerband Aalborg vom 26.-28.08.2005 wurde leider abgesagt. Ungünstige Auftrittsmöglichkeiten, fehlende Verpflegung für neun Musiker und zu hohe Reisekosten ließen die Dänen Abstand von der Reise nehmen. Doch wir stehen in Kontakt und werden im Jahr 2006 einen neuen Versuch partnerstädtlicher Beziehungen wagen.

Im Juni hatten wir schon mal Besuch aus Dänemark
Vom 25.-30.06.2005 war aber die Aalborg Garde, ein Kinder- und Jugendmusikverein aus der dänischen Partnerstadt bei uns zu Gast.

Im Gegenzug lud die Garde das Musikkorps Rendsburg zu einem sozialen Trainingswochenende mit professionellen Dozenten in Aalborg ein.

 

Bilder und Midiclip vom Besuch der Aalborg Garde 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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